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Beipackzettel

Famvir 500mg Filmtabletten

Präparat: Famvir 500mg Filmtabletten
PZN: 1339373
Packungsgröße: 21 Stück (N3)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Filmtabletten

Anbieter:
Emra-Med Arzneimittel GmbH
Otto-Hahn-Str. 11
22946 Trittau
Tel.: 0800/3672633
Fax: 04154/806-114
Email: Kundenservice-Apotheke@EMRAmed.de
Homepage: www.emramed.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Famciclovir (500 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A
  • Hyprolose
  • Hypromellose
  • Macrogol 4000
  • Macrogol 6000
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Famvir 500mg Filmtabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Famvir 500mg Filmtabletten

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel gegen Viren. Es hält die infizierenden Viren davon ab, sich weiter zu vermehren. Da die Viren sich gleich zu Beginn der Infektion stark vermehren, profitieren Sie von der Behandlung am meisten, wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, sobald die ersten Symptome auftreten.
  • Das Arzneimittel wird zur Behandlung von zwei Arten von Virusinfektionen bei Erwachsenen angewendet:
    • Gürtelrose (Herpes zoster), eine virale Infektion, die durch das sogenannte Varicella-Zoster-Virus ausgelöst wird (dasselbe Virus, das auch Windpocken verursacht). Das Arzneimittel verhindert, dass das Virus sich weiter im Körper ausbreitet, und beschleunigt so den Heilungsprozess.
    • Das Arzneimittel wird außerdem zur Behandlung von Gürtelrose im Bereich der Augen und am Auge selbst (Zoster ophthalmicus) angewendet.
    • Genitalherpes. Genitalherpes ist eine Virusinfektion, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 oder 2 hervorgerufen wird. Die Ansteckung erfolgt meist durch sexuellen Kontakt. Die Infektion führt zu Bläschen und Brennen oder Jucken im Genitalbereich, was auch schmerzhaft sein kann. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Genitalherpes-Infektionen bei Erwachsenen angewendet. Bei Patienten, bei denen die Infektion häufiger aufflammt, kann die Einnahme des Arzneimittel helfen, dieses Wiederaufflammen zu verhindern.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Famvir 500mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Famciclovir, einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen Penciclovir sind (die aktive Form von Famciclovir und ein Bestandteil einiger anderer Arzneimittel).
  • Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie glauben, dass Sie allergisch sein könnten.

Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen,
      • wenn Sie an Nierenbeschwerden leiden (oder jemals gelitten haben). Ihr Arzt wird Ihnen eventuell eine niedrigere Dosis verschreiben.
      • wenn Ihre körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt sind.
      • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.
    • Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme beginnen.
    • Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren)
      • Das Arzneimittel wird nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.
  • Verhinderung der Übertragung von Genitalherpes
    • Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, um Genitalherpes zu behandeln oder zu unterdrücken, oder früher bereits an Genitalherpes gelitten haben, sollten Sie dennoch Safer Sex praktizieren, wozu auch die Verwendung von Kondomen gehört. Dies ist wichtig, um zu verhindern, dass Sie die Infektion an andere weitergeben. Wenn Sie offene Stellen oder Bläschen an den Genitalien haben, sollten Sie auf Geschlechtsverkehr verzichten.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel kann Schwindel, Schläfrigkeit und Verwirrtheit hervorrufen. Nehmen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teil oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, während Sie das Arzneimittel einnehmen.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche möglichen Gefahren mit der Einnahme während der Schwangerschaft verbunden sind.
  • Das Arzneimittel darf während der Stillzeit nicht verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Ihr Arzt wird mit Ihnen die möglichen Risiken einer Einnahme von Famciclovir in der Stillzeit besprechen.
Dosierung

Dosierung von Famvir 500mg Filmtabletten

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
    • Die tägliche Dosis und die Dauer der Behandlung richten sich danach, welche Art der Virusinfektion Sie haben - siehe unten. Ihr Arzt verschreibt Ihnen die richtige Dosis.
    • Um die beste Wirkung zu erzielen, beginnen Sie mit der Behandlung so schnell wie möglich, nachdem die ersten Krankheitszeichen und Symptome aufgetreten sind.
    • Vermeiden Sie jeglichen sexuellen Kontakt, solange Sie Symptome von Genitalherpes haben - auch wenn Sie mit der Einnahme des Arzneimittels begonnen haben - weil Sie die Herpesinfektion auf Ihren Partner übertragen könnten.
    • Wenn Sie Probleme mit Ihren Nieren haben oder jemals hatten, wird Ihr Arzt Ihnen eventuell eine niedrigere Dosis verschreiben.
  • Dosierung bei Gürtelrose
    • Wenn Sie eine normale Immunabwehr haben, wird folgende Dosierung empfohlen:
      • 500 mg dreimal täglich, sieben Tage lang.
    • Wenn Sie eine geschwächte Immunabwehr haben, wird folgende Dosierung empfohlen:
      • 500 mg dreimal täglich, zehn Tage lang.
  • Dosierung bei Genitalherpes
    • Die Dosierung ist vom Zustand Ihres Immunsystems und von der Phase der Infektion abhängig.
      • Wenn Sie eine normale Immunabwehr haben, ist die Dosierung wie folgt:
        • Die empfohlene Dosierung beim ersten Ausbruch ist:
          • 250 mg dreimal täglich, fünf Tage lang.
        • Die empfohlene Dosierung zur Behandlung erneuter Ausbrüche ist:
          • 125 mg zweimal täglich, fünf Tage lang.
        • Die empfohlene Dosierung zur Vorbeugung erneuter Ausbrüche ist:
          • 250 mg zweimal täglich.
        • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Ihre Tabletten einnehmen sollen.
      • Wenn Sie eine geschwächte Immunabwehr haben, sind die Dosierungen wie folgt:
        • Die empfohlene Dosierung zur Behandlung eines akuten Ausbruchs ist:
          • 500 mg zweimal täglich, sieben Tage lang.
        • Die Dosierung zur Vorbeugung erneuter Ausbrüche ist:
          • 500 mg zweimal täglich.
          • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie die Tabletten einnehmen sollen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie mehr Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn eine andere Person versehentlich Ihre Tabletten genommen hat, gehen Sie sofort zu Ihrem Arzt oder ins Krankenhaus, um sich Rat zu holen, und zeigen Sie die Tablettenpackung vor.
    • Die Einnahme von zu viel Famciclovir kann die Nieren schädigen. Bei Personen, die bereits Nierenprobleme haben, kann dies in seltenen Fällen zu Nierenversagen führen, wenn ihre Dosis nicht korrekt verringert wird.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, holen Sie sie nach, sobald es Ihnen auffällt. Nehmen Sie dann die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie jedoch nicht zweimal eine Dosis innerhalb eines Zeitraums von weniger als 1 Stunde ein; lassen Sie in diesem Fall die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen sind:
    • Die meisten dieser Nebenwirkungen treten selten oder gelegentlich auf (sie betreffen 1 bis 100 von 10.000 Patienten)
      • Schwere Blasenbildung auf der Haut oder auf den Schleimhäuten der Lippen, Augen, des Mundes, der Nasenwege oder Genitalien (diese können Anzeichen für eine schwere allergische Hautreaktion sein).
      • Unerklärliche Blutergüsse, rötliche oder violette Flecken auf der Haut oder Nasenbluten (diese können Anzeichen für eine verringerte Anzahl von Blutplättchen sein).
      • Schwellungen unter der Hautoberfläche (z. B. Schwellungen im Gesicht, rund um das Auge, am Augenlid, am Rachen).
      • Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (Anzeichen einer Gelbsucht).
      • Rötliche oder bläuliche Flecken auf der Haut, Juckreiz, brennendes Gefühl (Anzeichen von entzündeten Blutgefäßen).
    • Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder gehen Sie in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses, wenn eine dieser Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt.
    • Sehr häufige Nebenwirkungen (diese Nebenwirkungen betreffen mehr als 1 von 10 Personen)
      • Kopfschmerzen
    • Häufige Nebenwirkungen (diese Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 10 Personen)
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Bauchschmerzen
      • Durchfall
      • Schwindel
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Leberwerte außerhalb des normalen Bereichs
    • Gelegentliche Nebenwirkungen (diese Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 100 Personen)
      • Verwirrtheit
      • Benommenheit (meist bei älteren Patienten)
      • Hautausschlag mit Juckreiz
    • Seltene Nebenwirkungen (diese Nebenwirkungen betreffen bis zu 1 von 1.000 Personen)
      • Halluzinationen (Dinge sehen oder hören, die es nicht gibt)
      • Palpitationen (Anzeichen eines anormalen Herzschlags)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "Famvir 500mg Filmtabletten" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Famvir 500mg Filmtabletten" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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