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  • Apothekerin Anne Spiegelhalder
  • Lutterbecker Str. 2
  • 40822 Mettmann

Beipackzettel

Famenita 100 mg Weichkapseln

Präparat: Famenita 100 mg Weichkapseln
PZN: 9915161
Packungsgröße: 30 Stück (N1)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Weichkapseln

Anbieter:
Exeltis Germany GmbH
Adalperostraße 84
85737 Ismaning
Tel.: 089 4520529-0
Fax: 089 4520529-99
Email: germany@exeltis.com
Aktiver Wirkstoff:
  • Progesteron (100 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Gelatine
  • Glycerol
  • Safloröl
  • Titan dioxid

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Famenita 100 mg Weichkapseln" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Famenita 100 mg Weichkapseln

  • Das Arzneimittel enthält das Hormon Progesteron. Dieses ist mit dem von Ihrem Körper gebildeten Progesteron identisch.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut vor übermäßigem Wachstum bei Frauen, die eine Estrogentherapie wegen Beschwerden anwenden, welche nach den Wechseljahren (Menopause) oder nach der chirurgischen Entfernung der Eierstöcke auftreten.
  • Das Präparat kann nicht als Verhütungsmethode verwendet werden.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Famenita 100 mg Weichkapseln

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn einer der nachfolgend genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies der Fall ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Präparat einnehmen.
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn
    • Sie allergisch gegen Progesteron oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • Sie eine Lebererkrankung haben oder früher einmal hatten und sich die Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben.
    • Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder früher einmal erkrankt waren bzw. ein entsprechender Verdacht besteht.
    • Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von Östrogenen abhängig ist, z. B. Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), bzw. ein entsprechender Verdacht besteht.
    • vaginale Blutungen unklarer Ursache auftreten.
    • sich bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose) gebildet hat bzw. früher einmal gebildet hatte, z. B. in den Beinen (Thrombose in den tiefen Venen) oder in der Lunge (Lungenembolie).
    • Sie unter einer Blutgerinnungsstörung leiden (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel).
    • Sie eine Krankheit haben bzw. erst vor kurzer Zeit hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien verursacht wird, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder anfallsartig auftretende Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris).
    • Sie unter einer seltenen, erblich bedingten Blutkrankheit leiden, der so genannten Porphyrie.

Patientenhinweis

  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
  • Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen
    • Eine Hormonersatzbehandlung ist mit Risiken verbunden, welche vor der Entscheidung, die Behandlung zu beginnen bzw. fortzusetzen, beachtet werden müssen.
    • Bevor Sie eine Hormonersatzbehandlung beginnen (oder wieder aufnehmen), wird Ihr Arzt Ihre eigene Krankengeschichte und die Ihrer Familie erfassen. Ihr Arzt wird über die Notwendigkeit einer körperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich, die Untersuchung der Brüste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschließen.
    • Nachdem Sie mit der Behandlung begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt regelmäßig (mindestens einmal pro Jahr) zur Durchführung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen. Besprechen Sie bitte anlässlich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den Nutzen und die Risiken, die mit einer Fortführung der Behandlung verbunden sind.
    • Gehen Sie bitte regelmäßig, wie von Ihrem Arzt empfohlen, zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer Brüste.
  • Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
    • Bei Frauen mit intaktem Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) kann es zu Beginn der Behandlung zu regelmäßigen Entzugsblutungen (ähnlich wie bei der Periode) kommen, welche infolge des Schwunds der Gebärmutterschleimhaut im Verlauf der Langzeitbehandlung schwächer werden oder ganz ausbleiben können. Sollten solche Entzugsblutungen von vornherein ausbleiben, muss von Ihrem Arzt anhand geeigneter Untersuchungen ein übermäßiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) ausgeschlossen werden.
    • Schmierblutungen können in den ersten Monaten der Hormonersatzbehandlung auftreten. Wenn solche Blutungen erst nach den ersten Behandlungsmonaten oder nach langer Behandlungsdauer auftreten oder anhalten, nachdem die Hormonersatzbehandlung bereits abgesetzt wurde, müssen Sie sich so bald wie möglich an Ihren Arzt wenden, um die Ursache der Blutungen feststellen zu lassen. Eine bösartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut muss ausgeschlossen werden, gegebenenfalls durch eine Biopsie.
  • Sie müssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen, wenn während der Einnahme der Hormonersatzbehandlung eine der folgenden Krankheiten bzw. Situationen auftritt:
    • Krankheiten, die in Kategorie „Kontraindikationen" erwähnt sind
    • Gelbfärbung Ihrer Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf eine Lebererkrankung hinweisen.
    • deutliche Erhöhung Ihres Blutdrucks (Beschwerden können Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel sein)
    • migräneartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten
    • wenn Sie schwanger werden
    • wenn Sie Anzeichen für Blutgerinnsel bemerken, z. B.:
      • schmerzhafte Schwellung und Rötung der Beine
      • plötzliche Schmerzen im Brustkorb
      • Atemnot
  • Beachten Sie bitte auch die Warnhinweise in der Packungsbeilage des Ihnen von Ihrem Arzt verschriebenen Östrogenpräparats.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Während der Einnahme kann es vorkommen, dass Sie sich schläfrig oder schwindlig fühlen. In diesem Fall dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.

Schwangerschaftshinweis

  • Schwangerschaft:
    • Während der Schwangerschaft steigt der körpereigene Progesteronspiegel an, daher besteht für eine weitere Zufuhr von Progesteron durch Arzneimittel keine Notwendigkeit.
    • Wenn Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels schwanger werden, brechen Sie die Einnahme sofort ab und wenden Sie sich an Ihren Arzt.
  • Stillzeit:
    • Halten Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen.
  • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Dosierung

Dosierung von Famenita 100 mg Weichkapseln

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Die übliche Dosis beträgt 2 -3 Weichkapseln täglich über einen Zeitraum von mindestens 12 Tagen pro 28-Tage-Einnahmezyklus oder Monat. Je nach der Ihnen verordneten Dosis nehmen Sie entweder 2 Weichkapseln abends vor dem Schlafengehen oder 1 Weichkapsel morgens nach dem Frühstück und 2 Weichkapseln abends vor dem Schlafengehen ein.
    • Wenn Sie Ihre Gebärmutter noch haben, kann es zu Entzugsblutungen kommen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Probleme mit Entzugsblutungen haben, da Ihre Dosis eventuell geändert werden kann.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, oder vermuten, dass ein Kind versehentlich etwas von dem Arzneimittel verschluckt hat, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf.
    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, kann es bei Ihnen zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken. Nehmen Sie danach Ihre nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Der Zeitraum, über den Sie dieses Arzneimittel einnehmen sollen, und gegebenenfalls behandlungsfreie Intervalle werden von Ihrem Arzt in Abhängigkeit von Ihrem Beschwerdebild festgelegt. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes hinsichtlich des Zeitpunkts, zu dem Sie dieses Arzneimittel absetzen sollen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei diesem Arzneimittel kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen.
  • Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt und brechen Sie die Einnahme des Präparates sofort ab, wenn Sie eine der folgenden Erscheinungen bemerken:
    • Eine allergische Reaktion (z. B. einen Hautausschlag oder Atemnot)
    • Bewusstseinsverlust (dies ist sehr selten und betrifft weniger als 1 von 10.000 Personen)
    • Migräneartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten, oder ungewöhnlich starke Kopfschmerzen
    • Sehstörungen
    • Entwicklung einer Lebererkrankung
    • Entwicklung einer Depression
    • Auftreten einer Porphyrie-Attacke (eine seltene Erkrankung, bei der Ihr Urin und Ihre Haut eine ungewöhnliche Farbe annehmen).
  • Informieren Sie so bald wie möglich Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erscheinungen bemerken, da Sie unter Umständen untersucht werden müssen und/oder Ihre Dosis geändert werden muss:
    • Schwindel (häufig)
    • Müdigkeit (häufig)
    • Übelkeit (gelegentlich)
    • Migräne (häufig)
    • Ungewöhnliche Blutung
  • Weitere häufige Nebenwirkungen (betreffen bis zu 1 von 10 Personen)
    • Depressive Verstimmung
    • Schläfrigkeit
  • Weitere gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 100 Personen)
    • Niedriger Blutdruck
    • Brustschmerzen (Brustziehen)
  • In Zusammenhang mit einer Östrogen-/Gestagen-Hormonersatzbehandlung wurden weitere unerwünschte Arzneimittelwirkungen berichtet:
    • Östrogenabhängiger gutartiger oder bösartiger Tumor, z. B. Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)
    • Venöse thromboembolische Ereignisse, d. h. tiefe Venenthrombose sowie Lungenembolie, treten bei Anwenderinnen einer Hormonersatzbehandlung häufiger auf als bei Nichtanwenderinnen
    • Herzinfarkt, Schlaganfall
    • Gallenblasenerkrankungen
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Pigmentverschiebungen (Schwangerschaftsflecken, Chloasma), verschiedene Hauterkrankungen mit Blasen- und Knötchenbildung der Haut (Erythema multiforme, Erythema nodosum, vaskuläre Purpura)
    • Wahrscheinliche Demenz
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die hier nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "Famenita 100 mg Weichkapseln" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Famenita 100 mg Weichkapseln" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

Zuklappen

Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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